Australien setzt Rapsernte nach oben


Die australische Rapsernte ist fast so hoch wie das Rekordergebnis des Vorjahres. Weizen und Gerste haben die Landwirte deutlich weniger gedroschen.

Die Erzeugung von Canola-Raps in der aktuellen Saison 2012/13 beziffert das australische Agraramt Abares im heute veröffentlichten Erntereport auf fast 3,1 Mio. t. Die Landwirte haben das Rekordergebnis des Vorjahres nur um etwa 1 Prozent verfehlt. Die aktuelle Ernte ist überraschend hoch ausgefallen, denn im Dezember hatte Abares nur 2,6 Mio. t geschätzt. Australien dürfte nunmehr 2012/13 Exportpotenzial für fast 2,5 Mio. t Raps haben, von denen ein erheblicher Teil in EU-Länder geht.

Die Weizenernte enttäuscht dagegen. Abares hat sie nur geringfügig auf knapp 22,1 Mio. t Weizen nach oben gestuft. Im Vergleich zum Vorjahr ist dies ein Einbruch um 26 Prozent. Die australischen Weizenexporte 2012/13 schätzt Abares auf 20,9 Mio. t und damit um 15 Prozent geringer als in der Vorsaison.

Die aktuelle Gerstenernte beziffert Abares auf knapp 7,1 Mio. t und damit 15 Prozent kleiner als vor einem Jahr. Die Exporte werden voraussichtlich noch stärker um 22 Prozent auf knapp 4,8 Mio. t in der laufenden Saison sinken, meint das Agraramt. Den größten Rückgang zeigen die Verkäufe von Futterweizen am Weltmarkt, die 2012/13 rund 2,7 Mio. t erreichen könnten. Für Braugerste und Malz rechnet Abares mit einem Exportpotenzial von knapp 2,1 Mio. t. (db)
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