Ernte 2016

BMEL optimistischer als der DBV

Die Beamten in Berlin rechnen mit einer gesamten Getreidemenge in Deutschland von 45,5 Mio. t, das sind immerhin  2 Mio. t mehr als der DBV vor einer Woche geschätzt hatte. Die Zahlen des Ministeriums stammen aus der „Besonderen Ernte- und Qualitätsermittlung (BEE)“, die auf der Basis von repräsentativen Ertragsmessungen berechnet wird.

Den größten Unterschied zwischen BMEL und DBV gibt es bei der Bewertung der Winterweizenernte. Das Ministerium geht von 24,6 Mio. t aus, der DVB sieht nur 22,9 Mio. t. Bei Roggen (3,23 zu 3,1 Mio. t), Wintergerste (9,0 zu 8,8 Mio. t), Sommergerste (1,83 zu 1,8 Mio.t) und Triticale (2,44 zu 2,5 Mio. t) liegen die Einschätzungen dichter beieinander.

Mit etwas mehr als 4,6 Mio. t (DBV: 4,5 Mio. t) geht auch das Ministerium von einer kleinen Rapsernte aus. Dass die Menge um mehr als 10 Prozent unter dem langjährigen Mittel bleibt, liegt nach Ansicht der Beamten an widrigen Witterungsbedingungen. Für den DBV sind dagegen die Einschränkungen im Pflanzenschutz, insbesondere bei der Saatgutbeizung, der Hautgrund für das schwache Rapsergebnis. (SB)
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