Ernte 2015

BMEL zieht Bilanz


Die ersten offziellen Zahlen vom Bundeslandwirtschaftsministerium (BMEL) liegen zur Ernte 2015 vor:

Die deutsche Getreideernte wird einschließlich Körnermais insgesamt rund 48,2 Mio. t erreichen. Das fünfjährige Mittel von 46,8 Mio. t wird damit sogar leicht übertroffen. Dies teilt Agrarminister Chrisitan Schmidt (CSU) heute in Berlin mit und beruft sich auf das vorläufige Ergebnis der „Besonderen Ernte- und Qualitätsermittlung (BEE)“ auf der Basis von repräsentativen Ertragsmessungen. Der durchschnittliche Hektarertrag beträgt 7,4 t und liegt damit um 8,4 Prozent unter dem Niveau des Vorjahres, aber über dem mehrjährigen Mittel.

Die wichtigste Kultur bleibt Weizen mit einer Erntemenge von 26,4 Mio. t, 5 Prozent weniger als im Vorjahr. Im Bundesdurchschnitt haben Landwirte 8,1 t/ha geerntet. In Norddeutschland liegen wie in den Vorjahren die Erträge noch wesentlich höher, auf leichten Böden wie etwa in Brandenburg oder auf von Trockenheit besonders betroffenen Standorten deutlich niedriger. Die Proteinwerte sind um etwa einen Prozentpunkt höher als 2014.

Ernte 2015 endet
Mit der Besonderen Ernteermittlung und dem vorläufigen Ernteergebnis für 2015, welches das BMEL am Freitag veröffentlicht hat, verabschiedet sich das Ernte-Team von agrarzeitung.de von der Rubrik Ernte 2015. Über den weiteren Verlauf der Ernte von Mais, Zuckerrüben und Kartoffeln informieren wir die Leser von agrarzeitung.de täglich aktuell und in den Märkten am Morgen und Märkten am Mittag. Dazu recherchieren wir aktuell zu Preisen, Angebot und Nachfrage aus den Regionen und halten sie ständig auf dem neuesten Stand. (az)
Die Roggenernte enttäuscht mengenmäßig mit 3,35 Mio. t, dafür zeigt Brotroggen gute bis sehr gute Backqualitäten. Zur Nahrungsmittelproduktion in Deutschland werden weniger als eine 1 Mio. t Roggen benötigt. Daher stehen recht große Mengen für andere Verwendungen sowie für den Export zur Verfügung.

Mit der Wintergerste fing die Ernte 2015 an und schon hier waren viele Landwirte von den hohen Hektarerträgen von durchschnittlich 7,7 t überrascht. Die Erntemenge mit 9,7 Mio. t übertrifft die Vorjahre deutlich.

Die Ernte an Winterraps fällt wegen eines verringerten Flächenumfangs und widriger Witterungsbedingungen klein aus. Daneben könnte auch Schädlingsbefall eine Rolle gespielt haben. Mit knapp 5,0 Mio. t liegt die Erntemenge um 20,0 Prozent unter der Erzeugung von 2014 und um 8,2 Prozent unter dem mehrjährigen Mittel. Die Ölgehalte präsentieren sich vergleichsweise hoch. (da)
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