Ernte 2015

Bauern stehen unter Zeitdruck


In Niedersachsen hat am Wochenende die zweite Welle der Getreideernte begonnen. Auch heute läuft die Kampagne unter Hochdruck, denn schon morgen wird mit neuen Niederschlägen gerechnet. Gedroschen werden zunächst die restliche Wintergerstenflächen und Raps. Auch erste Roggen-, Triticale- und Weizenfuhren werden beim Erfassungshandel angeliefert. Bei Wintergerste bestätigen sich die hohen Erträge, auch bei Roggen und Triticale wird von guten durchschnittlichen Ergebnissen berichtet. Die ersten Erträge beim Weizen sind besser als erwartet. Proteingehalte, Fallzahlen und Hektolitergewichte sind in Ordnung. Ob die Erträge noch im Fünfjahresschnitt liegen, lässt sich wegen der geringen Mengen noch nicht sagen.

Klar ist, dass die Rapsernte deutlich kleiner ausfallen wird. Im Osten Niedersachsens sind schon etwa die Hälfte der Flächen gedroschen worden. Die Ernte gestaltet sich schwierig, weil die Bestände sehr unterschiedlich abreifen. Die Erträge liegen mit 3 bis 4 t/ha wie erwartet deutlich niedriger als im Vorjahr. Die Ölgehalte pendeln zwischen 40 und 43 Prozent.

Das Getreide kann trocken gedroschen werden. Die Strohqualität ist bisher gut. Die Landwirte sind bemüht das Stroh schnell zu bergen, um es vor dem angekündigten Regen sicher zu lagern. Die Erzeugerpreise liegen heute im westlichen Niedersachsen für Gerste je nach Region frei Landlager in einer breiten Spanne von 152,50 €/t an der Küste bis zu 165,50 €/t im Emsland. Für Futterweizen werden 162 €/ bis 180 €/t bezahlt. (SB)
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