Bayerischer Weizen bietet Protein


Brotgetreide ist in Bayern gedroschen. Besonders überzeugend sind die Weizenqualitäten.

Weizen weist in Oberbayern und Schwaben Hektollitergewichte meist um 80 kg auf. Aus Niederbayern sowie in den fränkischen Landesteilen werden 75 bis 80 kg gemeldet. Die Fallzahlen sind überwiegend stabil und erreichen zum Teil 400 Sek. Die Kornausbildung ist überwiegend homogen.

Darüber hinaus fällt bayerischer Weizen durch hohe Proteinwerten auf. E-Weizen wird meist mit mehr als 15 Prozent angeliefert. In Oberfranken wird sogar von Proteinwerten berichtet, die 16 Prozent übertreffen. A-Weizen wird im Freistaat mit einem Eiweißgehalt von 13 bis 14,5 Prozent angeliefert. Erfreulich sei beim Protein in diesem Jahr auch, dass es kaum Kleberverschiebungen gibt, freuen sich die Verarbeiter.

Auffallend ist in Bayern jedoch eine breite Streuung beim Hektarertrag. So werden aus Oberbayern, Niederbayern und Schwaben um 7,5 bis 8 t/ha gemeldet. In Ober- und Unterfranken sind es dagegen nur 5 bis 6 t/ha. Nach Informationen des Bayerischen Müllerbundes erhalten die Landwirte für B-Weizen aktuell 220 bis 240 €/t ab Hof oder frei Erfasser. Für A-Weizen gibt es meist 230 bis 240 €/t. Die Aufschläge für E-Weizen sollen relativgering ausfallen. 

Bei Roggen bewegen sich die Hektolitergewichte meist zwischen 70 und 75 kg. Hoch sind die Fallzahlen. Sie liegen regional zwischen 250 bis über 400 Sek. Auch bei den später geerteten Partien ist Mutterkorn praktisch kein Thema. Die Kornausbildung beim Roggen ist durchwegs gut. Südlich der Donau wurden etwa 7/ha geerntet; in Franken waren es dagegen lediglich 5 bis 6 t/ha. Für Brotroggen ermittelte der Bayerische Müllerbund Erzeugerpreise von 200 bis 215 €/t. (HH)   
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