Bayerisches Brotgetreide erfreut Mühlen


Der Weizendrusch kommt in Bayern voran. Roggen steht nur noch in den Höhenlagen auf dem Halm.

Im Schnitt wurden bisher Roggenerträge von deutlich mehr als 5 t/ha eingebracht. Damit liegt das Ergebnis über dem langjährigen Mittel. Die wiederholten Niederschläge haben dem Roggen offenbar noch nicht geschadet. Die Verarbeiter loben bei den bislang angelieferten Partien das hohe Hektolitergewicht, die gute Kornausbeute sowie Fallzahlen, die oft mehr als 300 Sek. erreichen. Mutterkorn wurde nicht in erwähnenswertem Umfang festgestellt. Nach Auskunft des Bayerischen Müllerbundes wird Brotroggen, ex Ernte, mit etwa 200 bis 215 €/t netto, ab Hof abgerechnet.

Auch die Weizenernte wird in Bayern positiv beurteilt. Aktuell wird von durchschnittlichen Hektarerträgen um 8 t berichtet.  Die bislang an die Mühlen gelieferten Mengen lassen jedenfalls nichts zu wünschen übrig. A-Weizen erreicht zum Teil die Qualität von E-Weizen, berichten die Verarbeiter. In etlichen Regionen Ober- und Niederbayerns werden Proteinwerte von 14 Prozent und darüber gemeldet. Fallzahlen um 350 bis 370 Sek. sind keine Seltenheit. Die Kornausbildung ist in der Regel zufrieden stellend.

Wo es Auswinterungsschäden gab, sind zwar die Weizenerträge niedriger, dafür sind aber die Qualitäten besser. So werden aus den fränkischen Landesteilen Hektolitergewichte von teilweise über 80 kg und hohe Fallzahlen gemeldet.  

Der Bayerische Müllerbund erwartet Erzeugerpreise ex Ernte für A-Weizen von durchschnittlich 225 bis 235 €/t netto, ab Hof. Zuletzt notierte die Bayerische Warenbörse München/Landshut A-Weizen mit 245 bis 253 €/t frachtfrei südbayerischer Empfangsstation. (HH) 
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