Bayern: Gerstenmenge deutlich unter Vorjahr


Erst jetzt läuft die Wintergerstenernte in Bayern richtig an. Die Erträge und Qualitäten werden landesweit als zufriedenstellend bezeichnet. Witterungsschäden bilden die Ausnahme. Die Erntemenge wird aber wohl den langjährigen Durchschnitt von 6,7 Mio. t nicht erreichen. Gerd Sonnleitner, Präsident des Deutschen und Bayerischen Bauernverbandes, schätzte heute auf einer Ernterundfahrt für Getreide (ohne Mais) ein Volumen von 6,3 Mio. t, im Vorjahr waren es etwa 7 Mio. t. Die Getreidekulturen zeigen vor allem auf den Standorten mit leichten Böden bereits typische Symptome für eine Notreife. Betroffen davon ist vor allem Nordbayern.

Die Aussichten auf den süddeutschen Getreide- und Ölsaatenmärkten sind nach Aussage Sonnleitners indes positiv. So sei die Notierung von Backweizen an der für den süddeutschen Raum wichtigen Produktenbörse in Mannheim innerhalb der vergangenen zwei Wochen von 123 auf 132 €/t ab südwestdeutscher Station gestiegen. Die Börse in Würzburg notierte zuletzt mit 140 €/ t franko. (HH)  
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