Bedenken über Anschlussversorgung wachsen


In Paris ist die Stimmung für den Weizen wieder etwas freundlicher. Die Kassamärkte verarbeiten die negative Tendenz der vergangenen Tage.

Die Weizenkurse in Niedersachsen franko Verarbeitungsbetrieb haben in dieser Woche einen deutlichen Dämpfer bekommen. Während zu Beginn der Woche noch 260 €/t genannt wurden, werden heute Kurse von 250 bis 252 €/t besprochen. Allerdings sind die Preise nominell zu verstehen. Geschäft findet auf dem Niveau kaum statt.

Nachfrage nach Weizen in Baden-Württemberg ist so gut wie nicht vorhanden. Die Vorstellungen bayerischer Mühlen wurden zurückgenommen auf 245 €/t für B-Qualitäten und 250 €/t für A- Sorten. Auch im Rheinland haben die Kurse auf 262 bis 265 €/t franko Mühle nachgegeben. Ein eindeutiges Preisgefüge ist im Moment kaum zu greifen.

Verkäufer sind zu diesen niedrigeren Kursen weder im Norden noch im Süden abgabebereit. Auch Käufer sind in der Hoffnung auf weiter nachgebende Kurse nicht häufig anzutreffen. Vor dem Hintergrund einer bereits weit vorangeschrittenen Vermarktung seitens der Landwirtschaft werden die Bedenken größer, ob der Anschluss der Mühlen ohne Importe gedeckt werden kann.

Im Paris setzt sich heute Vormittag die freundliche Stimmung von gestern für Weizen fort. Gegen Mittag werden noch einmal bis zu 0,75 €/t an Boden gewonnen. Der März notiert mit 243 €/t. Auch Mais sieht eher grüne Vorzeichen. Der Märztermin legt allerdings nur 0,25 €/t zu und notiert 225,25 €/t. Raps legt heute dagegen wieder eher den Rückwärtsgang ein. Bis zu 2 €/t verliert er im Februar 2014. Der Mai 2013 ist allerdings nur mit einem Verlust von 1 €/t dabei und notiert damit heute Mittag bei 462,50 €/t.
 
In Chicago ist die Tendenz uneinheitlich. Bohne und Sojaöl sehen rote Zahlen. Weizen zeichnet sich durch Gewinne aus. Mais und Sojaschrot tendieren uneinheitlich. (dg)
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