Börsen starten munter in die neue Woche

Ungebrochen hält der Schwung an den Terminbörsen an. Händler treffen Vorbereitungen für Exportlieferungen.

An der Warenterminbörse in Paris steigen die Notierungen für Raps weiter an. Gegenüber den Schlusskursen vom Freitag kann sich der November-Termin bereits bis zur Mittagszeit um 2,25 auf 522,00 €/t verbessern. Auch Weizen startet im Plus in die neue Woche. Der aktuelle Kurs steht bei 261,25 €/t, das sind gegenüber Freitag 1 €/t mehr.

Der physische Markt für Brotgetreide läuft in Bayern und auch in anderen Regionen vergleichsweise ruhig. Zuvor haben viele Landwirte die guten Erlöse genutzt und größere Mengen Weizen angeliefert, berichten Marktteilnehmer.

Der Handel hat ebenfalls am Platz und im Export stetig verkauft um Lagerraum für die Maisernte zu schaffen. Am deutschen Kassamarkt dominiert bei Weizen die Notierung von 265,00 €/t für Weizen. Raps liegt bei 495,00 €/t.  

Die Kurse bleiben jedoch durchaus stabil. Durch das reichliche Angebot an Brotroggen gerieten hier die Notierungen jedoch zeitweise etwas unter Druck. Im Großraum Würzburg werden Roggenpartien mit einer Fallzahl von 120 sec. von 218,00 bis 220,00 €/t angeboten. Die Mühlen nehmen beim Roggengeschäft derzeit eine abwartende Haltung ein.  

Rund 6,6 Mio. t Getreide konnten die bayerischen Bauern in diesem Jahr einfahren. Damit entspricht das Ergebnis knapp dem langjährigen Mittel. Inzwischen ist die Ernte auch in den absoluten Spätgebieten beendet. Wegen der extremen Wetterkapriolen gab es erhebliche Ertragsunterschiede. So hatten Kahlfröste in Nordbayern mehr als 100.000 ha Wintergetreide aber auch Raps so stark geschädigt, dass die Bestände umgebrochen werden mussten. 

Nach Angaben des Statistischen Landesamtes in München liegt der durchschnittliche Ertrag der gesamten Getreideernte im Freistaat bei 6,3 t/ha. Bis zuletzt haben sich die guten Qualitäten vor allem beim Weizen und Roggen bestätigt. (HH)  
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