Die Agrarnotierungen an den Börsen drehen am Dienstag weiter in die roten Zahlen. Prognosen für Regenfälle im Mittleren Westen der USA und außenstehende Märkte belasten.

Private US-Wetterdienste sagen zwar Niederschläge in den kommenden 6 bis 10 Tagen über den Mais- und Sojaanbaugebieten voraus. Die Temperaturen sollen aber überdurchschnittlich bleiben.

Ohnehin können nach aktueller Einschätzung von Analysten nur noch die Sojabohnen, nicht aber die Maisbestände in den USA deutlich von Niederschlägen profitieren. Das USDA hat in seinen jüngsten Bonituren die Bewertungen für die Soja- und Maisbestände weiter gesenkt.

An der Pariser Matif drehten sowohl die Weizen- als auch die Rapsnotierungen am Dienstagmittag kräftig ins Minus. Gesprächspartner am Hamburger Markt warnten im Gespräch mit agrarzeitung.de vor Kursbewegungen nach unten, die Fonds durch das Auflösen größerer Positionen am Chicago Board of Trade (CBoT) auslösen können. Die institutionellen Anleger halten dort große Positionen.

Das Marktumfeld bleibt bedingt durch Sorgen im Zusammenhang mit der Euroschuldenkrise schwach. Über Börsenplätze und Anlagenklassen hinweg dominieren die roten Zahlen. (pio)
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