Ernte 2016

Braugerste im Südwesten enttäuscht


Eine große Bandbreite an Erträgen und Qualitäten charakterisiert die weitere Getreideernte im Südwesten Deutschlands. Weizen im Kraichgau beispielsweise bringt im Schnitt 8,0 bis 8,5 t/ha auf die Waage. Das Naturalgewicht bewegt sich bei durchschnittlichen76 bis 77 kg. Die Eiweißwerte dagegen sind besser als im Vorjahr. B- und A- Qualitäten werden erreicht. Im südlichen Rheinland-Pfalz liegen die Erträge bei nur 6,0 bis 6,5 t/ha. Hier liegen die Eiweißwerte niedriger als in anderen Jahren. A-Qualitäten werden gerade noch erreicht. Von späteren Sorten verspricht man sich besser Ergebnisse. DON-Werte treten immer wieder auf.

In Hessen zeichnet sich die Weizenernte mit Erträgen von 5,0 bis 8,0 t/ha ebenfalls durch heterogene Ergebnisse aus. Die Eiweißwerte fallen sehr unterschiedlich aus. Während Regionen über schwache Werte klagen, berichten andere Gebiete von sehr hohen Ergebnissen. Die Fallzahlen passen noch weitestgehend. Wenn die Temperaturen niedrig bleiben, könnten sie regionale Regenfälle einigermaßen gut überstehen.

Eine große Enttäuschung bereitet die Braugerste. Von Erträgen zwischen 5,0 bis 6,0 t /ha ohne Ausreißer nach oben berichten Erfasser aus Hessen. Der Vollgerstenanteil liegt hier zwar bei 93 bis 98 Prozent. Die Körner sind allerdings sehr leicht. Die Eiweißwerte erfüllen mit 10,5 bis 11,0 Prozent die Anforderungen der Mälzer. Im Kraichgau erbringen die Erträge mit durchschnittlich knapp über 5,0 bis 5,5 t/ha nur zwei Drittel des Ergebnisses des Vorjahres. Der Vollgerstenanteil bewegt sich hier bis 90 Prozent. Die schwächeren Standorte können in diesem Jahr punkten. Die besseren Böden versagen. Der Eiweißgehalt liegt auch hier bei den geforderten 9,5 bis 11,0 Prozent.

Noch enttäuschender zeigt sich die Sommergerste im Süden der Pfalz. Hier werden nur 3,0 bis 3,5 t/ha eingefahren. Die meisten Partien müssen aufgrund des Vollgerstenanteils und der Eiweißwerte als Futtergerste vermarktet werden. (dg)





stats