Ernte 2016

Briten erzielen guten Schnitt


Von der Winterweizenfläche im gesamten Vereinigten Königreich waren bis Dienstag etwa 40 Prozent gedroschen, berichtet der Branchenverband AHDB. Bisher ist die Spanne der Erträge mit 2,5 bis 12,5 t/ha zwar extrem hoch. Es könnte aber sein, dass im Durchschnitt ein Ergebnis zwischen 7,8 und 8,0 t/ha erreicht würde, das nahe dem Fünfjahresmittel von 7,9 t/ha liegt. Als Gründe für die sehr niedrigen Erträge nennen die Berater Staunässe, Befall mit dem Gelbverzwergungsvirus, eine starke Verunkrautung mit Ackerfuchsschwanz sowie Pilzkrankheiten.

Mühlenanforderungen werden erreicht

Nach den bisherigen, noch nicht repräsentativen, Messergebnissen von AHDB sind die Hektolitergewichte leicht unterdurchschnittlich, aber in Ordnung und die Fallzahlen hoch. Die Eiweißgehalte der Backweizensorten entsprechen den Mühlenanforderungen. Die Mykotoxingehalte liegen bisher generell unter den Grenzwerten.

Braugerste bringt erfreuliche Ergebnisse

Erste Ergebnisse liegen zur Sommergerste vor, die bis Dienstag zu 20 Prozent gedroschen war. AHDB nennt einen Durchschnittsertrag von 5,8 bis 6,0 t/ha – im Vergleich zu 5,6 t/ha im Fünfjahresmittel. Das bedeutet, dass britische Sommergerste fast den Wintergerstenertrag bringt und möglicherweise sogar leicht überdurchschnittlich abschneidet. Auch das Hektolitergewicht stellt mit 65 kg bis jetzt zufrieden. Die Braugerstensorten sollen die geforderten Spezifikationen erfüllen.

Wintergerste steht nur noch in Schottland

Der Wintergerstendrusch ist bis auf Restflächen in Schottland beendet. Der nationale Durchschnittsertrag könnte bei 6,0 bis 6,2 t/ha landen, also mit Sicherheit deutlich weniger als das Fünfjahresmittel für britische Wintergerste von 6,8 t/ha. Auffallend niedrig ist 2016 das Hektolitergewicht, das AHDB auf durchschnittlich 57 kg/hl schätzt. Die Gründe für die schwachen Erträge, die in einzelnen Betrieben bis zu 3,7 t/ha abfallen, sind wie bei Weizen Staunässe, Unkraut und Virusbefall.

Winterraps mit weniger Öl

Der Drusch von Winterraps ist im Vereinigten Königreich ebenfalls fast beendet. Die Landwirte haben im Durchschnitt nach Schätzungen von AHDB 3,0 bis 3,2 t/ha eingebracht, bei einer sehr großen Spanne von 1,0 bis 5,0 t/ha. Der Ölgehalt pendelt sich bei 42 Prozent ein, was etwas weniger als in den Vorjahren ist. Das Ertragsmittel über fünf Jahre beträgt bei Raps 3,6 t/ha.  (db)
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