Ernte 2015

Britische Gerste bringt hohe Erträge

Die britische Beratungsorganisation Adas berichtet, dass der Drusch in diesem Jahr später als üblich eingesetzt hat. Im Juli waren die Mähdrescher nur in den frühen Gebieten im Osten des Landes unterwegs. Die schweren, zum Teil unwetterartigen, Regenfälle des zurückliegenden Wochenendes haben die Maschinen dann zunächst stillgelegt. Seither fahren sie bei unbeständigem Wetter vereinzelt. Bis Mittwoch waren nach Schätzungen von Adas landesweit etwa 30 Prozent der Wintergerste und 15 Prozent des Winterrapses eingebracht. In der Regel war keine Trocknung erforderlich.

Die britischen Wintergerstenerträge 2015 schätzt Adas auf 7,0 bis 7,2 t/ha. Sie sind damit etwa so hoch wie vor einem Jahr, das überdurchschnittliche Ergebnisse gebracht hatte. Der Zehnjahresdurchschnitt liegt bei 6,5 t/ha. Bislang sind auch die Gerstenqualitäten in Ordnung, berichten die Berater.

Bei Winterraps geht Adas von durchschnittlichen Erträgen aus, wobei die Berater darauf hinweisen, dass sich von den Probennahmen noch keine zuverlässigen Aussagen ableiten lassen. Landwirte im Südosten Englands, wo der Drusch am weitesten fortgeschritten ist, berichten von einer erheblichen Spanne der Erträge. Höher sind sie auf den schwereren Böden, die im trocken-heißen Juni und Juli das Wasser besser gehalten haben. Sehr geringe Erträge sind dort aufgetreten, wo es im Herbst größeren Befall mit dem Rapserdfloh gegeben hat.

Die Ernte von Winterweizen hat bislang noch nicht eingesetzt. Lediglich ein kleiner Teil der Felder soll für die Ganzpflanzensilage genutzt worden sein. Adas erwartet, dass der Weizendrusch in der kommenden Woche startet. (db)
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