Ernte 2014

Britische Landwirte machen guten Schnitt

Auf der Insel kommt der Mähdrusch flott voran. Bis zur Wochenmitte war es überwiegend trocken mit lokalen Schauern, die zum Teil aber heftig ausfallen konnten. Außerdem muss der größere Teil des Getreides mittlerweile nachgetrocknet werden.

Bislang sind etwa 66 Prozent aller Mähdruschflächen geerntet, schätzt das britische Beratungsunternehmens Adas. Landesweit könnten 55 Prozent des Weizens und 40 Prozent der Sommergerste gedroschen sein.

Fallzahlen bleiben oben

Nach wie vor berichtet Adas bei Weizen von hohen Fallzahlen, die im Durchschnitt 291 Sek. erreichen. Die Hektolitergewichte geben keinen Anlass zu Beanstandungen. Dafür sind die Proteinwerte „nicht ideal", merkt Adas an und schränkt außerdem ein, dass Qualitätsanalysen von den Weizenschlägen, die in der ersten Augusthälfte heftige Regenschauer abbekommen haben, noch nicht vorliegen.

Erträge fast durchweg höher

Dafür bestätigen sich aber fast durchweg die deutlich überdurchschnittlichen Erträge - und zwar in allen Regionen und weitgehend unabhängig von der Bodenart. Lediglich auf Standorten mit ackerbaulichen Problemen wie Staunässe, Unkraut- oder Pilzbefall fallen die Erträge deutlich ab. Adas rechnet jetzt für Weizen 2014 mit einem nationalen Durchschnitt von 8,2 bis 8,5 t/ha, im Vergleich zu 7,7 t/ha im Zehnjahresmittel.

Schottland liefert später

Auch bei Sommergerste dreschen die britischen Landwirte weit überdurchschnittliche Erträge. Bisher sind auch die Qualitäten in Ordnung. Allerdings schränkt Adas ein, dass die meisten Proben in den Qualitätslabors aus den Frühdruschgebieten Englands stammen. Interessantere Aussagen zum Angebot an Braugerste bringen die Ergebnisse aus den großen Anbaugebieten Schottlands. (db)
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