Britische Landwirte plagen sich


Die Ergebnisse von Weizen und Sommergerste enttäuschen in Großbritannien. Der Drusch schleppt sich hin.

Diese zähe Ernte wird den britischen Landwirten lange im Gedächtnis bleiben. Die Regenfälle haben auf der Insel zwar nachgelassen. Jetzt mühen sich die Mähdrescher aber in den Morgenstunden, weil sich in den kalten Nächten Tau bildet, der lange nicht abtrocknet. Die Druschleistung ist oft begrenzt.

Von den britischen Weizenflächen waren bis zur Wochenmitte erst 55 Prozent gedroschen, berichtet das landwirtschaftliche Beratungsbüro Adas. Die Ernte wird sich doch noch in die Folgewoche hinziehen. Die Erträge sind unterdurchschnittlich. Auch die ertragreichen Futterweizensorten enttäuschen. Wie in den Vorwochen bleiben die Hektolitergewichte niedrig. Bei Backweizensorten tendieren die Fallzahlen nach unten, zeigen aber noch keine kritischen Werte.

Überwiegend Entwarnung gibt Adas noch für Mykotoxine, die wegen des hohen Fusariumbefalls zu befürchten sind. Allerdings melden die Berater, dass bereits Partien wegen zu hoher DON-Werte abgelehnt worden sind.

Auch der Drusch der Sommergerstenflächen quält sich dahin. Landesweit waren zu Wochenmitte etwa 55 Prozent geerntet, schätzt Adas. Die Sommergerste steht überwiegend noch in Schottland auf dem Halm, wo meistens Brausorten angebaut werden.

Die bisherigen Erträge sind leicht unterdurchschnittlich. Auch Sommergerste weist geringere Hektolitergewichte auf. Die Eiweißgehalte sind innerhalb der Braugerstennorm. Berichte über Auswuchs häufen sich. (db)
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