Britische Weizenimporte laufen flott

Deutscher Weizen fließt umfangreich nach Großbritannien. Bisherige offizielle Zahlen bestätigen den hohen Importbedarf.

Von Juli bis November hat Großbritannien bereits mehr als 1,0 Mio. t Weizen importiert, zeigen die Handelsstatistiken des Londoner Agrarministeriums Defra. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum 2011 ist das etwa die dreifache Menge.

Deutschland hält nach Angaben des Defra in den ersten fünf Monaten des aktuellen Wirtschaftsjahres 2012/13 etwa 40 Prozent der importierten Weizenmengen. Weitere wichtige Lieferländer sind Frankreich und Polen. Beachtliche Mengen seien außerdem aus Estland gekommen, stellt das Ministerium fest.

Im November hatte das Defra geschätzt, dass die britischen Weizenexporte in der gesamten Saison 2012/13 etwa 2,0 Mio. t erreichen werden. Davon ist bis November bereits die Hälfte realisiert worden. Die hohen Importe begründete das Ministerium im November mit der sehr schwachen britischen Weizenernte und dem größeren Weizenbedarf, der 2012/13 durch die beiden britischen Ethanolfabriken Ensus und Vivergo entsteht. Aktuell weist das Defra außerdem eine verstärkte Nachfrage der Mischfutterhersteller aus.

Dagegen fallen die britischen Weizenexporte zurück. Sie umfassen nach den Defra-Zahlen von Juli bis November 2012 lediglich knapp 100.000 t im Vergleich zu 1,2 Mio. t in den fünf Vorjahresmonaten. In der gesamten vorangegangenen Saison wie auch im mehrjährigen Durchschnitt hatte Großbritannien etwa 2,5 Mio. t Weizen exportiert.

Die britischen Rapsexporte sind dagegen nach den offiziellen Zahlen angestiegen. Das Defra nennt für Juli bis November 2012 eine Menge von 409.000 t im Vergleich zu 317.000 t im Vorjahreszeitraum. (db)
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