Ernte 2014

Britischer Raps enttäuscht

Bei schwül-heißem Wetter mit gelegentlichen heftigen Gewittern ist der Mähdrusch in dieser Woche weit vorangekommen. Das britische Beratungsunternehmens Adas berichtet, dass landesweit etwa 35 Prozent der Wintergerste und 45 Prozent des Winterrapses vom Acker gekommen sind. Im Süden Englands hat vereinzelt der Weizendrusch begonnen. Richtig losgehen wird es jedoch erst in einer Woche.

Für Gerste bestätigen sich überdurchschnittliche Hektarerträge. Es könnte auf ein nationales Ergebnis von 7,0 bis 7,2 t/ha hinauslaufen. Der 10-Jahresdurchschnitt beträgt 6,4 t/ha. Bisher gedroschen worden sind Erträge in einer Spanne von 5,5 bis 10,5 t/ha. Die Hektolitergewichte bewegen sich im Mittelfeld.

Enttäuschungen hält möglicherweise die Rapsernte bereit. Sie bringt bisher eine Spanne von 2,2 bis 5,2 t/ha. Adas rechnet mit einem Landesdurchschnitt, der nahe am 10-Jahresmittel von 3,3 t/ha liegen könnte. Landwirte haben nach Angaben des Beratungsunternehmens mehr erwartet. Durchweg hohe Ölgehalte von 42 bis 46 Prozent sind aber ein Trost.

Zur Weizenernte gibt Adas noch keine Einschätzungen. Das Beratungsunternehmen beschreibt die Bestände als „in guter Verfassung", weist allerdings auch auf sichtbaren Befall mit Fusarium hin. Hinzu kommt, dass die heftigen Gewitter einige Bestände ins Lager gedrückt haben. Bisher schätzt Adas den Umfang auf landesweit etwa 0,5 Prozent der Weizenfläche. (db)
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