Ernte 2014

Britischer Weizen bleibt proteinarm

Auf der Insel ist im Mähdrusch etwa die Halbzeit erreicht. Zur Wochenmitte waren 45 Prozent der Flächen geerntet, schätzt das britische Beratungsunternehmens Adas. Seit einigen Tagen geht es jedoch nicht mehr so schnell. Zum Teil heftige Regenfälle unterbrechen die Arbeit. Das Getreide kommt mit Feuchtegehalten bis zu 22 Prozent herein und muss jetzt durchweg getrocknet werden. Qualitätseinbußen durch die Niederschläge stellt Adas allerdings bislang nicht fest. Es schätzt, dass landesweit 30 Prozent der Weizenernte gedroschen sind. Bei Sommergerste könnten es 20 Prozent der Fläche sein. 

Nach wie vor berichtet Adas bei Weizen von hohen Fallzahlen, die im Durchschnitt 295 Sek. erreichen. Die Hektolitergewichte geben keinen Anlass zu Beanstandungen. Dafür sind die Proteinwerte „nicht ideal", merkt Adas an. Die Erträge zeigen eine weite Spanne. Auf staunassen Flächen oder wenn Landwirte Probleme mit Ackerfuchsschwanz oder Pilzbefall hatten, fallen die Erträge deutlich ab. Dagegen erreichen andere Schläge Rekordwerte. Insgesamt sind die Ergebnisse in der Tendenz überdurchschnittlich. Als Messlatte dient in Großbritannien ein Weizenertrag von 7,7 t/ha im Zehnjahresdurchschnitt. Adas rechnet 2014 mit 8,0 bis 8,2 t/ha.

Aussagen zur Qualität von Sommergerste liegen noch nicht vor. In den großen Anbaugebieten Schottlands sind erst 5 Prozent der Flächen gedroschen. Bislang zeichnen sich überdurchschnittliche Erträge ab. (db)
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