Britischer Weizen enttäuscht


Erste Druschergebnisse für britischen Weizen liegen vor. Sie enttäuschen oft. Die Ernte läuft im Westen und Norden der Insel zäh.

Von den britischen Weizenflächen waren bis zur Wochenmitte 25 Prozent gedroschen, berichtet das landwirtschaftliche Beratungsbüro Adas. Die Erträge zeigen eine weite Spanne, deuten aber jetzt schon auf ein unterdurchschnittliches Ergebnis hin.

Schwach sind auch die Qualitäten, besonders die Hektolitergewichte. Sie werden nach Einschätzung des Beratungsbüros zu Abstufungen führen. Weniger problematisch sind die Fallzahlen, die insbesondere bei Brotweizensorten meist oberhalb von 250 Sek. liegen. Die Proteingehalte sind ebenfalls hoch.

Entwarnung gibt Adas vorerst für Mykotoxine. Trotz des hohen Fusariumbefalls sind bislang keine DON-Werte oberhalb des Grenzwertes bekannt geworden.

Im Westen und Norden des Landes schleppt sich der Dusch allerdings dahin. Adas berichtet von grünem Stroh, das die Schneidwerke verstopft, und durchnässten Böden, auf denen die Mähdrescher zuweilen einsinken.

Erfreulich sind die Erträge der Wintergerste, die weitgehend gedroschen ist. Sie treffen etwa den fünfjährigen Durchschnitt. Die Hektolitergewichte fallen allerdings niedrig aus.

Der Drusch der Sommergerste hat begonnen. Hier ist es jedoch für Aussagen zu Erträgen und Qualitäten zu früh. Ergebnisse aus Schottland spielen die entscheidende Rolle, wo sich die Ernte jedoch verzögert.

Weitgehend Freude bereitet Raps, der fast vollständig eingefahren ist. Die Erträge sind höher als im Fünfjahresdurchschnitt, erreichen aber nicht ganz den hohen Vorjahreswert. Etwas geringer als üblich sind nach Adas-Beobachtungen die Ölgehalte. (db)
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