Ernte 2014

Britischer Weizen lässt hoffen

Bei überwiegend trocken-warmem Wetter mit nur lokalen Schauern ist der Mähdrusch in dieser Woche schnell vorangekommen. Das britische Beratungsunternehmens Adas schätzt, dass landesweit etwa 85 Prozent der Wintergerste und 75 Prozent des Winterrapses abgeerntet sind.

Im Süden Englands hat auch der Weizendrusch begonnen. Erste Einschätzungen zur Qualität liegen vor, sie beziehen sich aber nur auf Stichproben von einer Erntefläche von weniger als 5 Prozent, schränkt Adas die Aussagekraft ein. Die Ergebnisse sind sehr ermutigend. Das Beratungsunternehmen berichtet von hohen Fallzahlen und mittleren Hektolitergewichten. Die Proteinwerte sind allerdings niedriger als im Vorjahr.

Mit Spannung schauen viele europäische Händler auf den weiteren Fortgang des Weizendruschs. Sollten sich die guten Qualitäten bestätigen, dann fokussiert sich das Interesse internationaler Weizeneinkäufer auf britischen Weizen. Er könnte die eine oder andere Lücke füllen, die in diesem Wirtschaftsjahr Frankreich hinterlassen wird. Dort weisen viele Weizenpartien mangelhafte Fallzahlen auf. Deswegen ist in Frankreich nach Angaben der Analysten von Offre & Demande Agricole die Differerenz zwischen den Preisen für Mahlweizen  und Futterweizen mitlerweile auf 37 €/t angewachsen.

Für britische Wintergerste haben sich auch in dieser Woche die überdurchschnittlichen Hektarerträge bestätigt. Es könnte auf ein nationales Ergebnis von 7,2 bis 7,4 t/ha hinauslaufen. Der 10-Jahresdurchschnitt beträgt 6,4 t/ha. Leicht über dem mehrjährigen Mittel könnte die Rapsernte einsortiert werden. Adas rechnet jetzt mit einem Landesdurchschnitt zwischen 3,4 und 3,6 t/ha - im Vergleich zum 10-Jahresmittel von 3,3 t/ha. (db)
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