Bulgarien bietet hohe Weizenqualität


Mit Weizenexporten kann Bulgarien punkten. Geringer sind jedoch die Aussichten für die Maisernte.

Weizen hat den harten Winter in Bulgarien erstaunlich gut überstanden. Die Auswinterungsverluste blieben begrenzt. Dagegen haben ungewöhnlich reichliche Niederschläge im Mai die Erträge erhöht. Das Büro des amerikanischen Landwirtschaftsministeriums in Sofia schätzt die Weizenernte 2012 auf 4,1 Mio. t. Sie wäre zwar kleiner als das Ergebnis 2011 mit 4,3 Mio. t, aber im mehrjährigen Vergleich leicht überdurchschnittlich.

Bulgarien hat 2011/12 etwa 2,4 Mio. t Weizen exportiert, das meiste davon in andere EU-Länder. Auch in dieser Saison rechnet das USDA-Büro mit hohen Exporten, zumal es die Weizenqualität als sehr gut einstuft. Rund 500.000 t Weizen sollen bereits im Juli außer Landes verkauft worden sein.

Weniger optimistisch sind die Aussichten für die Maisernte. Im Vorjahr sind in Bulgarien 1,9 Mio. t gedroschen worden. In diesem Jahr war zunächst eine wesentlich höhere Menge von 2,4 Mio. t erwartet worden, weil der Anbau kräftig ausgedehnt worden ist. Zusätzliche Flächen standen auf ausgewinterten Rapsflächen zur Verfügung. Jetzt sieht es eher nach einer Erntemenge von 2,1 Mio. t Mais aus, berichtet das USDA-Büro. Sie könnte aber auch noch unter 2,0 Mio. t fallen. Es kursieren sogar Schätzungen im Lande, die pessimistische 1,3 Mio. t nennen.

Im Wirtschaftsjahr 2011/12 hat Bulgarien mehr als 1,3 Mio. t Mais exportiert. Das ist nach Angaben des USDA eine Rekordmenge gewesen. Für die neue Saison liegen noch keine Prognosen vor. (db)
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