Bullische Zahlen aus Australien


Eine engere weltweite Weizenbilanz als das USDA erwartet die australische Rohstoffbehörde Abares. Höhere Exporte führen zu kleineren Endbeständen.

Die globale Weizenproduktion veranschlagt die australische Agrarrohstoffbehörde Abares zwar mit 656 Mio. t knapp 1 Mio. t höher als gestern das US-Agrarministerium USDA in seinem Wasde-Report für Dezember. Da Abares die Ausfuhren wichtiger Exporteure wie Australien, der EU-27 oder den USA deutlich höher veranschlagt als die Statistiker in Washington, bleibt zum Abschluss des laufenden Wirtschaftsjahres 2012/13 ein Endbestand von 174 Mio. t übrig, heißt es in dem am Dienstag veröffentlichten, vierteljährlichen Agrarrohstoffbericht der Australier.

Zum Vergleich: Das USDA hatte die globalen Weizenendbestände um fast 3 Mio. t gegenüber seiner Vormonatsschätzung auf rund 177 Mio. t erhöht. Die Konsequenz an den Börsen in Chicago und Paris: deutliche Verluste für die Weizen-Futures.

Anders als das USDA billigt Abares Australien einen deutlich höheren Anteil am weltweiten Weizenexport zu. Während das USDA die australischen Weizenausfuhren bei 17 Mio. t sieht, kalkuliert die australische Rohstoffbehörde mit 22 Mio. t. Das wäre nur 1 Mio. t weniger als das sehr hohe Vorjahresergebnis.

Auch der Europäischen Union gesteht Abares mit 19 Mio. t einen um 1 Mio. t höheren Exportanteil zu als das US-Landwirtschaftsministerium. Die US-Weizenausfuhren veranschlagen die Australier ebenfalls höher als die USA selbst: Abares erwartet 30 Mio. t; das USDA erwartet in seinem November-Wasde nur noch 28,6 Mio. t. (pio)
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