Ernte 2016

DRV korrigiert kräftig nach unten


Die regional sehr schwierige Ernte mit verbreitetem Lagergetreide hat die Erträge gesenkt.
-- , Fotos: brs
Die regional sehr schwierige Ernte mit verbreitetem Lagergetreide hat die Erträge gesenkt.

Der DRV geht in seiner am Dienstag veröffentlichten Ernteschätzung nur noch von einer durchschnittlichen Getreideernte in Höhe von knapp 44,9 Mio. t aus, das sind 2,6 Mio. t weniger als noch im Juli erwartet und etwa 8 Prozent unter Vorjahr. Hauptgrund für diese Anpassung sind die wesentlich niedriger geschätzten Hektarerträge bei allen Getreidearten. Hinzu kommen abgesenkte Flächenschätzungen.

Spürbar unter dem Durchschnitt

Beim Weizen erwartet der Verband nur noch eine Erntemenge von 24,2 Mio. t. Dieses Ergebnis liegt um 9 Prozent unter dem Vorjahreswert und verfehlt das langjährige Mittel spürbar. Wintergerste hat wahrscheinlich 8,8 Mio. t gebracht und fällt ebenfalls deutlich unter dem Vorjahresergebnis zurück. Auch bei Roggen, Sommergerste und Körnermais hat der Verband seine Erntezahlungen deutlich abgesenkt.

Kleiner Lichtblick sind die Qualitäten, die nach den gegenwärtig vorliegenden Erkenntnissen in der Summe zumindest als befriedigend bezeichnet werden können. Allerdings weist der DRV auf eine große Heterogenität hin, insbesondere bei den Hektolitergewichten. Darüber hinaus zeichnet sich ein Nord-Süd-Gefälle ab.

Raps mit geringeren Ölgehalten

Schließlich zeigt die Rapsschätzung bergab. Der DRV rechnet mit nur 4,5 Mio. t. Das langjährige Mittel von 5,4 Mio. t wird damit deutlich verfehlt. Die Ölgehalte liegen leicht unter dem Vorjahreswert. Grund für dieses enttäuschende Resultat sind unter anderem deutlich geringere Erträge vor allem im Norden und Osten Deutschlands aufgrund fehlender Niederschläge. (db)
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