Ernte 2016

DRV schätzt Getreideerträge niedriger


Für fast alle Kulturen sieht der DRV geringere Erntemengen.
-- , Foto: dg
Für fast alle Kulturen sieht der DRV geringere Erntemengen.

Der DRV geht in seiner aktuellen Ernteschätzung für Juli nur noch von einer durchschnittlichen Getreideernte in Höhe von knapp 47,5 Mio. t aus, das sind 500.000 t weniger als noch im Juni erwartet und knapp 3 Prozent unter Vorjahr. Grund für diese Anpassung sind vor allem die niedriger geschätzten Hektarerträge bei Winterweizen und Wintergerste.

Beim Winterweizen erwartet der Verband eine Erntemenge von gut 25 Mio. t. Dieses Ergebnis liegt mit 4,3 Prozent deutlich unter dem Vorjahreswert, aber entspricht immer noch dem fünfjährigen Mittel. Allerdings seien Qualitätseinbußen aufgrund der hohen Niederschläge in den vergangenen Wochen nicht auszuschließen, teilt der Verband mit.

Bei Wintergerste wird die Ernte derzeit mit gut 9,2 Mio. t ebenfalls deutlich unter dem Vorjahresergebnis von minus 4,4 Prozent geschätzt. Beim Roggen geht der DRV unverändert von einer Erntemenge in Höhe von 3,3 Mio. t aus. Die Sommergerstenernte wird weiterhin mit knapp 2 Mio. t auf Vorjahresniveau prognostiziert. Beim Mais erwartet der DRV unverändert gut 4,5 Mio. t.

Im Norden trocken - im Süden nass

Bei der Gerste schwanken die Hektolitergewichte start. Im Südwesten hat die Gerste mehr unter der Nässe gelitten als im trockenen Norden und Osten. Erste Rapsbestände sind ebenfalls gedroschen worden. Zu Mengen und Qualitäten können derzeit noch keine verlässlichen Aussagen gemacht werden. Der DRV hat seine Prognose für diese Kultur im Vergleich zum Vormonat leicht nach unten korrigiert und geht nun von einer Erntemenge in Höhe von gut 4,9 Mio. t aus. Das langjährige Mittel von 5,4 Mio. wird damit deutlich verfehlt. Gerade im Nordosten Deutschlands sind die Ertragserwartungen aufgrund fehlender Niederschläge gesunken. (da)

.
stats