Bis zum gestrigen Dienstag konnte noch geerntet werden, nun ist in vielen Landesteilen Dauerregen angesagt. Doch lässt sich schon eine erste Bilanz ziehen. Je weiter die Gerstenernte voranschreitet, umso höhere Ertragszahlen wurden genannt.

In Teilen Niedersachsens hat am Wochenende die Gerstenernte eingesetzt, um am Montag abend die Arbeiten wieder einzustellen. Überraschend hoch fallen die Gerstenerträge mit 9 bis 11 t/ha in diesem Jahr auf den leichten Böden aus. Dagegen hatten die schweren Böden es wohl schwerer mit der Wasserführung. In der Börde können regional 8 bis 9 t/ha eingefahren werden.

In Thüringen und Sachsen Anhalt werden 6 bis 8 t/ha gemeldet. Auch hier sind Landwirte zufrieden. Wenn am Wochenende wieder geerntet werden kann, bestehe kein Grund zur Sorge, dass die Qualität leiden könnte. Bewertet wird die Gerste mit knapp 160€/t Tendenz ex Ernte sinkend.

Sichtbare Trochenschäden kommen in Süddeutschland beim Weizen vor. Aber auch aus Niedersachsen werden Auffälligkeiten gemeldet. Noch bestehen berechtigte Hoffnungen, dass es mit dem Roggen klappen könnte und die Blühphase nicht von Regen beeeinträchtigt wurde.

Guter Brotroggen wird in diesem Jahr auch preislich das Rennen machen. Dagegen könnte Futterroggen das Nachsehen haben und seinen Weg in die Biogaslanlge finden. Vilerorts wird die Ganzpflanzensilage angelegt. Auch hier überraschen hohe Erträge. (da)
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