Deutsche Bestände stimmen regional optimistisch


Die Deckung der Verarbeiter bis zum Anschluss an die Ernte gilt als gut. Regional sind positive Töne zu den Beständen zu hören. Die Finanzmärkte stimmen Marktteilnehmer vorsichtig.

Bis zur neuen Ernte stufen Müller selbst und auch Vertreter der Handelsstufe die Deckung der Mühlenindustrie als gut ein. Man habe mit einer späten Weizenernte gerechnet und deshalb frühzeitig für Deckung gesorgt, erfuhr agrarzeitung.de am Rande des Getreidehandelstags auf Burg Warberg in Warberg von Verarbeitern aus dem Rheinland.

Auch aus ostdeutschen Handelskreisen ist die Einschätzung zu hören, dass die Mühlen gut gedeckt sind. Sollte es im Anschluss an die neue Ernte noch knapp werden, so die Meinung, dann höchstens bei der Mischfutterindustrie.

Unterdessen zeigen sich Marktteilnehmer aus Sachsen-Anhalt optimistisch mit Blick auf die Weizenbestände an verhältnismäßig "leichten" Standorten mit 40 Bodenpunkten. Diese Bestände stünden aktuell gut. Wird es ab dem Wochenende wärmer und trockener, könnte in der Region schon ab dem ersten Juli-Wochenende der Gerstendrusch beginnen.

Als weiterhin ruhig beschreiben Teilnehmer der Tagung die Geschäftstätigkeit am deutschen Kassamarkt. Für Zurückhaltung sorgen nicht zuletzt die Unsicherheit an den Finanzmärkten im Zusammenhang mit der Euro-Schuldenkrise.

Zwar hatte am Vortag noch der Antrag Spaniens auf Finanzhilfen für seine maroden Banken zwischenzeitlich für Erleichterung gesorgt. Doch an den Börsenplätzen in Asien und USA ist die Euphorie bereits verpufft. Der Blick der Teilnehmer an den Finanzmärkten richtet sich nun auf die anstehende Neuwahl in Griechenland an diesem Wochenende. (pio)
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