Ernte 2016

Deutsche Roggenernte wird klein


Das Statistische Bundesamt (Destatis) hat seine erste Schätzung für die deutsche Ernte von Getreide (ohne Mais) sowie für Raps veröffentlicht. Die Getreideernte 2016 (ohne Mais) soll demnach 42,1 Mio. t erreichen. Gemessen an der hohen Vorjahresernte fehlen 6,1 Prozent, im Vergleich zum Sechsjahresdurchschnitt (2010 bis 2015) sind es jedoch 0,5 Prozent mehr.

Gerste über Durchschnitt, Roggen weit darunter

Nach Getreidearten verschiebt sich allerdings zum Teil das Bild. Die Weizenernte 2016 beziffert Destatis auf 24,7 Mio. t – minus 7,1 Prozent zum Vorjahr, minus 0,2 Prozent zu 2010 bis 2015. Die Gerstenernte, die Destatis nicht nach Wintergerste und Sommergerste unterteilt, zeigt geteilte Tendenzen. Sie ist zwar mit 11,0 Mio. t um 5,4 Prozent kleiner als im Vorjahr, aber um 4,9 Prozent höher als im Sechsjahresdurchschnitt. Schwach ist dagegen die Roggenernte, die um 7,2 Prozent zum Vorjahr und um 8,9 Prozent zum Sechsjahresdurchschnitt abfällt. Hier wirkt sich vor allem die deutlich eingeschränkte Anbaufläche aus.

Mecklenburg-Vorpommern drischt deutlich weniger

Bei der gesamten Getreideernte gibt es jedoch auch deutliche regionale Unterschiede. Besonders ausgeprägt im Vergleich zum Vorjahr ist der Rückgang in Mecklenburg-Vorpommern mit fast 20 Prozent. Auch in Brandenburg geht es mit minus 13 Prozent zweistellig nach unten. In beiden Bundesländern gab es regional Auswinterungen. Anschließend war es im Frühsommer lange zu trocken, wogegen die Landwirte in allen anderen Bundesländern eher mit zu viel Regen zu kämpfen hatten.

Rapsernte geht deutlich nach unten

Die deutsche Rapsernte wird eher klein. Mit 4,9 Mio. t verfehlt sie das bereits eher schwache Vorjahresergebnis um 1,4 Prozent und den Sechsjahresdurchschnitt um 5,5 Prozent. Hier ist der Einfluss aus Mecklenburg-Vorpommern besonders spürbar. Die Ernte im größten deutschen Rapsanbauland sinkt nach den Destatis-Schätzungen im Vergleich zum Vorjahr um 18 Prozent. (db)
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