Deutscher Rapsmarkt ohne Impulse


Die Rapspreise stehen leicht unter Druck. Ein Trend ist jedoch nicht erkennbar. Auch Mais und Weizen starten in Europa zum Wochenanfang schwächer.
 
Nachdem Raps an der Pariser Börse am Freitag noch positiv gestimmt war, schloss er sich heute Morgen den negativen Vorzeichen aus dem Sojakomplex an und eröffnete mit Verlusten von 2,00 €/t zum Freitag. Gegen Mittag notierte der Februar mit 475,25 €/t und damit 1,50 €/t unter dem Freitag. Weizen in Paris eröffnete die neue Handelswoche ebenfalls mit kleinen Verlusten. Bis zum Mittag beliefen sie sich auf 1,00 €/t zum Freitag. Der Januar notierte bei 267,75 €/t.

Die Rapskurse an der Börse in Paris zeigen im Moment keine eindeutige Richtung. Das schwache Ölgeschäft erzeugt Unsicherheit. Am Kassamarkt halten sich die gut versorgten Ölmühlen mit Rapskäufen jedenfalls zurück. Bullische Argumente wären aus der global engen Bilanz zu ziehen. Doch möglicherweise geht die Verarbeitung der europäischen Ölmühlen noch stärker zurück als bisher angenommen.
 
Im gesamten Ölsaatenkomplex gewinnt außerdem die südamerikanische Sojabohnenernte an Einfluss auf die Preise. Hier ist aus heutiger Sicht eine größere Ernte zu erwarten. Speziell in Brasilien wird mit einem höheren Angebot gerechnet. Die Witterungsbedingungen in Argentinien könnten darüber hinaus zu einer größeren Anbaufläche führen. Damit wäre Druck auf die Sojapreise absehbar. Raps folgt in der Regel. 

Auch das gesamte politische Umfeld mit den Diskussionen zur Beimischung von Biokraftstoffen beeinflusst den Rapsmarkt. Konjunkturdaten sind ebenfalls im Auge zu behalten. Marktteilnehmer halten deswegen eine sehr große Bandbreite bei den Rapspreisen in den kommenden Monaten für möglich. (dg)
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