Der Erntestart für Wintergerste zieht sich in Ostdeutschland noch etwa eine Woche hin. Sollte die Abreife nun weiter zügig voran gehen, steht eine dicht gedrängte Ernte von Raps und Weizen Ende Juli bevor. Bis zum Wochenende haben die Lohnunternehmen in Ostdeutschland noch Zeit, ihre Mähdrescher zu schmieren. In den Frühdruschgebieten in Sachsen und Brandenburg geht die Ernte von Wintergerste frühestens kommende Woche los. Die Landwirte in Sachsen erwarten eher durchschnittliche Erträge von 63 bis 65 dt/ha bei der Gerste. Die Bestände hinken durch alle Kulturen hindurch etwa zehn Tage hinter der normalen Entwicklung hinter her. Bis zur Rapsernte wird es wohl noch drei Wochen dauern, schätzt der Pflanzenbauexperte des sächsischen Landesbauernverbandes Andreas Jahne. Die Ertragserwartungen bei Raps sind in diesem Jahr besonders schwierig vorherzusagen. Grund ist die extrem lange Blütezeit, über dessen Auswirkungen kaum Erfahrungen vorliegen.

Mit dem Start der Rapsernte könnte dann die Haupterntezeit ziemlich schnell gehen. „Die Gefahr, dass alles ziemlich gedrängt kommt, ist dieses Jahr groß", so Jahne. Auch beim Weizen werden durchschnittliche Erträge erwartet. Spannend könnte es danach noch beim Mais werden. Der beginnt schon jetzt unter Trockenheit zu leiden und das nach einem auf Grund der Kälte im Mai nur mäßigen Jugendstadium. (sta)
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