Drusch in Schottland zieht sich in


Weizen und Sommergerste kommen in Großbritannien Stück für Stück vom Acker. Die Qualitäten enttäuschen, Horrormeldungen bleiben jedoch aus.

Auf der Ostseite der Insel laufen die Mähdrescher bei trockenem Wetter seit Tagen auf Hochtouren, wogegen im Westen und Norden wiederholt Regen den Drusch verzögert hat. Dort verstopft unreifes Stroh weiterhin die Schneidwerke. Für die kommende Woche ist aber stabiles Wetter vorhergesagt, sodass sich in England ein Ende der Ernte abzeichnet. In Schottland werden die Landwirte ihre spätreifen Sorten voraussichtlich bis Mitte September dreschen.

Von den britischen Weizenflächen waren bis zur Wochenmitte 40 Prozent gedroschen, berichtet das landwirtschaftliche Beratungsbüro Adas. Die Erträge zeigen eine weite Spanne. Doch die Landwirte beobachten in ihren Betrieben eher unterdurchschnittliche Ergebnisse.

Schwach sind nach wie vor die Qualitäten mit auffallend niedrigen Hektolitergewichten. Ein beträchtlicher Anteil erreicht keine 70 kg/hl. Die Fallzahlen halten bisher, deuten aber im Vergleich zur Vorwoche leicht nach unten. Die Proteingehalte der Brotweizensorten liegen im Mittelfeld. Entwarnung gibt Adas weiterhin für Mykotoxine. Trotz des hohen Fusariumbefalls sind bislang keine DON-Werte oberhalb des Grenzwertes gemeldet worden.

Die Sommergerstenflächen sind landesweit etwa zu 25 Prozent geerntet, schätzt Adas. Die Erträge sind durchschnittlich. Hinsichtlich der Braugerstenqualität fällt auf, dass auch die Sommergerste geringere Hektolitergewichte aufweist. Die Eiweißgehalte sind innerhalb der Norm. Vereinzelt gibt es Berichte über Auswuchs. Die Sortierungen sind noch uneinheitlich.
 
Entscheidend für das Braugerstenangebot von der Insel sind allerdings die Ergebnisse aus Schottland, wo erst 10 Prozent der Flächen gedroschen sind und noch keine zuverlässigen Daten vorliegen. (db)
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