Durchschnittliche Braugerstenernte in Bayern


Nach dem aktuell Saatenstand können die bayerischen Landwirte eine zufriedenstellende Braugerstenernte einfahren. Experten rechnen mit durchschnittlichem Ertragsniveau.

Der Pflanzenbaufachmann Dr. Markus Herz von der Bayerischen Landesanstalt für Pflanzenbau in Freising schätzt ein durchschnittliches Ertragsniveau von 4,9 t/ha, was in etwa dem Wert der vergangenen fünf Jahre entspricht.

Im Vorjahr waren die Naturalerträge mit 5,2 dt ungewöhnlich hoch. Auch der Proteingehalt dürfte mit vermutlich 11,1 Prozent nahezu dem langjährigen Mittelwert entsprechen. Der Entwicklungsstand der Gerstenfelder lässt bei "vorsichtig positiver Schätzung" einen Vollgerstenanteil von 90 Prozent erwarten, so Herz.

Somit errechnet der Pflanzenbaufachmann einen Braugerstenanteil von 54 Prozent für Partien mit einem Proteingehalt bis 11,5 Prozent; bei einem Proteingehalt bis 12 Prozent wären es circa 65 Prozent Braugerste.

Die Sommergerstenfläche ist in Bayern im Vergleich zum Vorjahr um 20.000 ha auf 140.000 ha gestiegen. Bei diesen Zusatzflächen handelt es sich jedoch meist um Futtergersten.

Tatsächlich dürfte Braugerste, ähnlich wie im Vorjahr, auf rund 120.000 ha stehen. Herz schätzt die Errntemenge bei Qualitätsbraugerste mit Proteingehalten bis 11,5 Prozent auf 305.000 t und bei Proteingehalten bis 12 Prozent auf 365.000 t.

Im Verhältnis zu früheren Jahren wurde bislang erst relativ wenig Braugerste der neuen Ernte gehandelt. Die gegenwärtig genannten Erzeugerpreie weisen eine breite Spanne von 220,00 bis 235,00 Euro/t netto, Valuta 1. Oktober auf. (HH)
 
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