Die EU exportiert deutlich mehr Getreide als bisher erwartet. Auch die Importe sind umfangreicher als zu Jahresbeginn geschätzt.

Auf 24,1 Mio. t hat die EU-Kommission in ihrer aktuellen Getreidebilanz für 2012/13 die Erwartungen für die Exporte angehoben. Im Vergleich zur Prognose von Anfang Januar ist die Menge um 1,5 Mio. t höher. Gemessen an der Vorsaison fallen die EU-Exporte jedoch voraussichtlich um 2,1 Mio. t geringer aus.

Bessere Chancen am Weltmarkt als zu Jahresbeginn sieht die EU-Kommission für Weizen und Gerste. Insgesamt könnten die EU-Exporte 2012/13 in Drittländer 15,9 Mio. t Weizen, 5,5 Mio. t Gerste und 2,5 Mio. t Mais sowie geringe Mengen Roggen und Hafer umfassen.

Im Gegenzug wird in dieser Saison der Importbedarf für Mais steigen. Im Vergleich zur Bilanz Anfang Januar hat die EU-Kommission die Prognose um 1 Mio. auf 9 Mio. t angehoben. Bis zur Vorwoche sind bereits EU-Importe über 6,6 Mio. t Mais registriert. Diese Menge ist höher als die Maisimporte der gesamten zurückliegenden Saison mit 6,4 Mio. t.

Geringer schätzt die EU-Kommission im Jahresvergleich die EU-Importe von Weichweizen. Sie könnten 2012/13 etwa 4,4 Mio. t erreichen. Dafür sind die aktuellen Durum-Importe mit 2 Mio. t voraussichtlich etwas umfangreicher als im Vorjahr.

Die gesamten Getreideimporte 2012/13 schätzt die EU-Kommission jetzt auf 16,4 Mio. t. Im Vergleich zur Vorsaison würden sie um 2 Mio. t steigen. (db)
stats