Ernte 2014

England meldet durchwachsene Ergebnisse

Das britische Beratungsunternehmens Adas berichtet, dass seit dieser Woche der Mähdrusch Fahrt aufgenommen hat. Der Entebeginn Mitte Juli ist für die Verhältnisse in Großbritannien typisch.

Für Gerste zeichnen sich überdurchschnittliche Hektarerträge ab. Der 10-Jahresdurchschnitt beträgt 6,4 t/ha. Zurzeit melden Farmer häufig 7,6 t/ha oder in Einzelfällen sogar 9,6 t/ha, berichtet Adas aus den Regionen. In den sehr frühen Gebieten im Südwesten werden auf den leichteren Böden 6,7 t/ha gedroschen.

Prognose für Raps
Zurzeit bewegen sich die Schätzungen zur britischen Rapsernte 2014 um die 2,5 Mio. t. Sie würde damit um 17 Prozent größer ausfallen als im Vorjahr. Im Jahr 2013 hatten die Rapserträge in Großbritannien mit nur 3,0 t/ha enttäuscht. In diesem Jahr sind etwa 3,5 t/ha im nationalen Durchschnitt zu erwarten. Großbritannien ist das viertgrößte Rapserzeugungsland der EU. (db)
Enttäuschungen hält aber möglicherweise die Rapsernte bereit. Sie bringt mit bisher 3,3 t/ha eher mäßige Erträge. Nur im Südosten sind schon mal 4,5 t/ha drin. Viele Landwirte haben nach Angaben von Adas mehr erwartet, weil die Rapsbestände vor der Reife ertragreicher ausgesehen hatten. Adas nennt als mögliche Erklärung, dass gerade die frühreifen Sorten im Süden Englands nicht ausreichend Zeit zur Kornfüllung gehabt hätten, weil sie ungewöhnlich früh abgereift seien. Deswegen sind die aktuellen Ergebnisse noch nicht repräsentativ für die gesamte britische Rapsernte.

Zur Weizenernte gibt Adas noch keine Einschätzungen. Der Drusch mit aussagekräftigen Ergebnissen steht erst in etwa zehn Tagen an. Allerdings gibt es bereits Befürchtungen, dass die Weizenqualität in England gelitten haben könnte. Solche Sorgen wurden auch in dieser Woche von Strategie Grains bestärkt. Die französischen Analysten gehen davon aus, dass es in der gesamten EU wegen der heftigen Regenfälle in den vergangenen beiden Wochen Abstriche an der Qualität geben könnten. (db)
stats