Ernte 2016

Enttäuschende Ergebnisse in Baden

Das Ertragsniveau bei Wintergerste liegt bei 4,0 bis 7,5 t/ha und damit deutlich unter den Erwartungen. Die Qualitäten zeigen sich mit einem Hektolitergewicht von 55 bis 65 kg über das ganze Gebiet durchwachsen. Darauf wies Dr. Ewald Glaser, Vorstandsvorsitzender der Genossenschaft heute auf der Getreidepressekonferenz in Rheinau hin. 

Auch die Winterbraugerste brachte nur durchschnittliche Erträge von 3,5 bis 7,0 t/ha. Die Eiweißgehalte streuen stark zwischen 8,5 und 12,0 Prozent. Der Vollgerstenanteil liegt bei durchschnittlich 80 Prozent und damit deutlich unter dem Wert der Vorjahre von 90 Prozent. Auch die Sommerbraugerste enttäuscht mit nur 5,0 t /ha. Der Vollgerstenanteil liegt auch hier bei nur 83 Prozent. Der Eiweißgehalt bewegt sich bei 9,5 Prozent.

Die Weizenernte im Oberrheingraben ist in Ertrag und Qualität bisher lediglich zufriedenstellend, teils sogar enttäuschend. Je nach Lage ist am Oberrhein eine Ertragsreduktion von 20 bis 40 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf knapp 6,0 t/ha festzustellen. Das Hektolitergewicht liegt mit einer breiten Streuung bei unterdurchschnittlichen 73 kg. In einigen Partien zeigt sich Fusariumbefall. Die unstete Wetterlage mit häufigen Schauern erschwert die Ernte weiterhin.

Die Roggenernte im Rheintal ist eingefahren. Ähnlich wie beim Weizen zeigt sich hier eine Ertragsreduktion von etwa 25 Prozent auf knapp unter 5,0 t /ha . Keine Einschränkungen gibt es bei den Qualitäten.

Die Rapsernte dagegen fällt mit durchschnittlichen 4,0 t/ha besser aus als aus beim Getreide. Die Ölgehalte liegen bei 43 Prozent.

Die ZG Raiffeisen Karlsruhe wird in diesem Jahr mit voraussichtlich 220000 t ein Drittel Getreide weniger erfassen als im Vorjahr. Die langanhaltende kühle Witterung mit übermäßigen Niederschlägen im Frühjahr und Frühsommer sorgte für schlechte Bedingungen während der Vegetationsphase. Nahezu alle Getreidearten blieben deutlich hinter den Erwartungen zurück. (dg)
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