Ernte im Westen kommt nur zäh voran


Die Ernte in Westdeutschland ist nur bei Raps und Wintergerste wesentlich vorangekommen. Die Rapserträge zeigen große Bandbreiten, fallen im Rheinland und in Westfalen aber besser als erwartet aus. Im Rheinland sind etwa zwei Drittel der Rapsernte abgeschlossen, in Westfalen etwa ein Viertel. Die Erträge sind niedriger als im Vorjahr, aber die Ölgehalte mit durchschnittlich 43 Prozent erstaunlich hoch. Weiter Richtung Süden haben sich die schwachen Ölgehalte um die 40 bis 41 Prozent im Schnitt bestätigt. In der Rheinebene ist die Rapsernte weitgehend abgeschlossen. Dagegen hat sie in den Mittelgebirgslagen und in Nordhessen gerade erst begonnen.
 
In den späten Gebieten ist die Landwirtschaft noch immer mit der Gerstenernte beschäftigt. Die generellen Ertragsrückgänge zwischen 20 und 30 Prozent  haben sich bestätigt. In den frühen Gebieten am Oberrhein ist die Weizenernte nicht vorangekommen. Im Rheinland wurde bisher erst wenig Weizen gedroschen. Die ersten Ergebnisse lassen noch keine Ertragsprognosen zu. Erfassungshändler rechnen im Westen allerdings mit einer 15 bis 20 Prozent kleineren Weizenernte gegenüber dem Vorjahr. Die ersten Partien im Rheinland weisen vergleichsweise niedrige Fallzahlen auf. Möglicherweise war der Weizen nicht ganz reif. Ernsthafte Befürchtungen über Fallzahlprobleme gibt es derzeit nur auf den sehr frühen Standorten. Erster Roggen im südlichen Rheinland zeigte sehr gute Hektolitergewichte und Fallzahlen. Nach den Wettervorhersagen sind Fortschritte bei der Ernte vorerst unwahrscheinlich. (St)
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