Erste Druschergebnisse in Sachsen stimmen zufrieden


In Sachsen startet die Gerstenernte. Steigende Börsenkurse stimmen Landwirte zuversichtlich. Seit dem Wochenende sind in Nordsachsen und in der Region um Leipzig die ersten Mähdrescher im Einsatz. Am heutigen Montag sind sie auch auf den leichten Böden im Landkreis Dresden am Start.

„Die Großwetterlage wird in den kommenden Wochen über die Erträge und Qualitäten von Getreide und Raps entscheiden“, sagte am heutigen Montag der sächsische Landesbauernpräsident Wolfgang Vogel zum Erntestart im ostsächsischen Schmochtitz. Wie in den beiden Vorjahren könnte es wieder sein, dass die Landwirte das Getreide vom Feld „mausern müssen, sobald es die Witterung zulässt.“

Mit den ersten Ergebnissen bei der Gerste zeigt sich der Bauernvertreter bislang zufrieden. In der Region Grimma konnten bis zu 70 dt/ha vom Acker geholt werden. In Ostsachsen liegen erste Erträge von 65 dt/ha vor. Von den leichten Standorten wurde mit 35 bis 40 dt/ha entsprechend weniger Ertrag eingebracht. Die Bestände trocknen nach den Regenschauern relativ schnell ab. Die Feuchtigkeitsgehalte schwanken zwischen 15 und 16 Prozent.

In den Vorgebirgslagen dürfte sich der Erntestart für die Gerste noch bis Juli hinziehen. Zu diesem Zeitpunkt dürfte in den frühen Lagen der erste Weizen geerntet werden.

Insgesamt erwartet Landesbauernpräsident Vogel eine durchschnittliche Ernte in Sachsen.“Die Niederschläge Anfang Juni kamen in letzter Minute. Ansonsten hätte die Frühjahrestrockenheit größeren Schaden angerichtet.“ Insgesamt mussten 50.000 ha Winterweizen in Sachsen umbrochen werden. Vogel rechnet mit einer um 10 bis 20 Prozent geringeren Getreideernte als im Vorjahr.
Mit Genugtuung verfolgt Vogel die Rallye an den internationalen Börsen. Mit Notierungen von 220 bis 225 €/t ha für Weizen und 190 bis 195 €/t für die Gerste könnten sich Landwirte zum Erntestart über ein hohes Preisniveau freuen.

Allerdings müssten noch die aktuellen Erzeugerpreise, die der Agrarhandel ausgibt, abgewartet werden. „Die Preisentwicklungen der vergangenen Tage lassen hoffen, geben aber keine Sicherheit, da sich an den Märkten noch kein grundlegender Wandel abzeichnet“, schränkte Vogel ein. (da)
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