Ernte 2016

Erste Gerste aus Niedersachsen erwartet


Auf den Feldern zwischen Elbe und Ems ist eine recht gute Getreideernte herangewachsen. Für die kommenden Wochen hoffen die Landwirte auf trockenes Wetter und viel Sonne, damit die Bestände zügig abreifen. In der Wintergerste dürften zum Wochenende die Mähdrescher starten. Auf der Getreiderundfahrt des Landvolkes mit allen Marktpartnern sprach Landvolkpräsident Werner Hilse am Mittwoch von einer leicht überdurchschnittlichen Ertragserwartung, bei allerdings niedrigen Preisen. Landesweit wird die Gesamternte auf 6,7 bis 6,8 Mio. t geschätzt und dürfte damit das gute Vorjahresniveau erreichen.

Das aktuelle Preisniveau stellt die Landwirte nicht zufrieden. Für qualitativ hochwertige Partien werden vom Landvolk anziehende Preise erwartet, falls es in anderen Anbaugebieten zu Qualitätseinbußen kommen sollte. Aus der Ernte heraus sieht das Landvolk gute Vermarktungsmöglichkeiten, denn die Versorgung der Verarbeiter wird als relativ knapp eingeschätzt und auch der Umfang der Vorkontrakte sei niedriger als in den vergangenen Jahren. Allerdings lagern auf den Höfen auch noch Restengen aus der Ernte 2015.

Lokal haben die Bestände unter Unwettern gelitten. Nach großen Regenmengen sind viele Böden zudem sehr nass, was die Ernte erschweren könnte. Die Auswirkungen dieser witterungsbedingten Probleme könnten noch nicht abgeschätzt werden, weil viel von der weiteren Entwicklung abhängt. Schwierig seien auch Aussagen zum Pilzbefall, außergewähnlich große Probleme werden derzeit aber nicht gesehen. (SB)
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