Erste Trockenschäden in Gerste


Der Nordosten Deutschlands wartet immer noch auf ergiebige Niederschläge. Getreide auf leichten Standorten leidet unter Wassermangel. In Mecklenburg-Vorpommern warten die Landwirte sehnlich auf Regen. Die leichten Schauer am Montag dort waren völlig unzureichend.  Mehr als 3 Liter/Quadratmeter sind nicht gefallen. 

"In den Küstenregionen ist die Welt bei Weizen, Gerste und Raps noch in Ordnung", äußerten sich Landhändler. Anders sieht es dagegen südlich von Schwerin und im Osten des Bundeslandes aus. Vor allem bei Gerste sind erste Trockenschäden regional sichtbar. Die verwelkten gelben Blätter werden abgeworfen, die Bestände "reduzieren sich selbst" und bilden wenig Triebe aus. Hier werden durchschnittliche Erträge erwartet.

Am besten scheint Raps die seit Wochen andauerende Trockenheit zu überstehen. Auf rund 204.000 ha wird Raps in Mecklenburg-Vorpommern angebaut. Damit entspricht die Fläche in etwa dem Vorjahresniveau.

Kontraktabschlüsse für Raps der neuen Ernte 2012 kommen derzeit wenig zustande. Nachdem bereits im April Lieferverträge zu 470,00 bis 480,00 € franko Rostock vereinbart wurden, wollen Landwirte nun die weitere Preisentwicklung abwarten. In Anlehnung an die Matif-Notierungen werden heute franko Rostock rund 454 €/t für neue Ernte Raps aufgerufen. (da)
stats