Erster Raps bringt Durchschnittsertrag


Die ersten Rapspartien im Südwesten und im Rheinland bringen weniger Ertrag als im Vorjahr. Allererste frühe Weizenpartien zeigen recht hohe Erträge. Im Rheingraben dreschen die Landwirte in den frühen Gebieten 35 bis 40 dt/ha Raps. Im Rheinland wurden auf den frühen Standorten bisher etwa 40 dt/ha Raps im Schnitt geerntet. Gegenüber dem Vorjahr fallen die Erträge um 10 bis 20 Prozent ab. Allerdings kann die Rekordernte 2009 kaum als Vergleichsmaßstab herangezogen werden.
Es wird damit gerechnet, dass sich bei der weiteren Rapsernte auf den schwereren Böden die Tendenz zu Durchschnittserträgen fortsetzt. Auch die Ölgehalte scheinen sich nach den ersten Analysen wieder auf durchschnittliche Werte zwischen 41 und 43 Prozent einzupendeln. Die Spitzenwerte des Vorjahres werden jedoch nicht erreicht. Der Raps kommt sehr trocken rein, teilweise lagen die Feuchtigkeitswerte unter 6 Prozent.

Im Rheingraben sind außerdem erste Weizenpartien gedroschen. Die Erträge können überzeugen, doch es scheint an Protein zu fehlen. Auf den frühen und mittleren Böden wurden Weizenerträge von 70 bis 80 dt/ha realisiert - für die Frühdruschgebiete eine gute Weizenernte. „Die frühen Weizensorten haben es auf den frühen Standorten gepackt. Die Erträge werden dadurch in der Relation möglicherweise besser ausfallen als auf den schwereren Böden“, so die Einschätzung eines südwestdeutschen Erfassungshandels.
 
Die Eiweißwerte im Südwesten fallen allerdings ebenso wie bei der Sommerbraugerste unterdurchschnittlich aus. Das Bild ist noch unübersichtlich, denn im Gegensatz dazu wurden im Rheinland die ersten Weizenpartien mit sehr hohen Proteinwerten geerntet. (St)
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