Ernte 2015

Erster Raps enttäuscht


Im Südwesten hat auf den frühen Standorten die Rapsernte verhalten eingesetzt. Die ersten Ergebnisse sind zwar nicht repräsentativ, deuten jedoch niedrigere Erträge als im Vorjahr an. Erfassungshändler in Südhessen berichten von Rapserträgen zwischen 20 und 40 dt/ha sowie von Durchschnittserträgen von 30 bis 35 dt/ha. Gegenüber dem langjährigen Mittel deuten sich damit bis zu 15 Prozent niedrigere Erträge an. Allerdings lassen sich von den besseren Böden höhere Erträge erwarten, so die Einschätzung des Handels. Die Ölgehalte fallen gegenüber dem Vorjahr durchaus ab und bewegen sich überwiegend zwischen 39 und 40 Prozent. Auf etwas schwereren Böden wurden allerdings auch etwas höhere Ölgehalte erzielt. 

Die Weizenernte hat auf den Frühdruschgebieten am Oberrhein und Südhessen ebenfalls eingesetzt. Die ersten geernteten Partien wurden trocken eingebracht, zeigen aber ein durchwachsenes Bild. Es wird überwiegend Brotgetreide geerntet, die Proteinwerte weisen eine größere Bandbreite auf und bewegen sich zwischen 10 und 14 Prozent. Landwirte berichten von enttäuschenden Erträgen auf den frühen Standorten zwischen 50 und 74 dt/ha. Gegenüber dem fünfjährigen Mittel fallen die die ersten Weizenpartien ertraglich um 15 bis 20 Prozent ab. Auch bei Weizen liegen die Ertragserwartungen für die schweren Böden deutlich höher.

Im Westen wird erst zum Wochenende mit ersten Raps- oder Weizenpartien von den sehr frühen rheinischen Standorten gerechnet. Die Gerstenernte ist im Rheinland weitestgehend abgeschlossen. Die guten Qualitäten von durchschnittlich 66/67 kg/hl und hohen Erträge von 90 bis 100 dt/ha haben sich bestätigt. (St)

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