Ernte 2015

Erster Roggen aus der Altmark


Hohe Fallzahlen, wenig Mutter- und nur vereinzelt Schmachtkorn zeigen die ersten Brotroggenpartien aus der dem nördlichen Sachsen Anhalt. Die Fallzahlen liegen über 120 häufig sogar deutlich über 200 sec. In der Altmark wurden bisher nur wenige Flächen gedroschen, sodass keine repräsentativen Aussagen zu den Erträgen möglich sind. Noch sind die Landwirte optimistisch, dass die Fallzahlen stabil bleiben, denn die jüngsten Niederschläge waren nicht zu reichlich und der Wind hat die Ähren schnell getrocknet. Auch die kühle Witterung hilft, die Fallzahlen hoch zu halten.

Ab dem Wochenende soll es in den Roggenanbaugebieten deutlich wärmer werden und trocken bleiben. Viele Landwirte werden dann aber zunächst Raps dreschen und sich erst anschließend mit dem Roggen beschäftigen. Aufgrund der niedrigen Preise, wird der Roggen zunächst meist eingelagert. Die Mühlen sind nicht am Markt und die Mischfutterindustrie deckt sich mit dem Getreide ihrer Kunden ein. Das reichliche Gerstenangebot ist ein weiterer Grund für die fehlende Futterroggen-Nachfrage. Sollten sich die Preise nicht erholen, dürfte wieder mehr Roggen in die Biogas- und Bioethanolproduktion fließen.
Aktuell werden in Brandenburg frei Landlager 120,00 bis 125,00 €/t bezahlt im östlichen Niedersachsen für Brotroggen bis zu 130,00 €/t.

Mecklenburg-Vorpommern meldet überraschend hohe Erträge für Wintergerste. Nachdem die Ernte zu 96 Prozent abgeschlossen ist, rechnet das Landwirtschaftsministerium mit 8,5 t/ha, das wäre noch einmal 0,4 t/ha mehr als im guten Vorjahr und deutlich mehr als der Fünfjahresschnitt (7,2 t/ha). (SB)
stats