Erster Weizen mit Fallzahlproblemen

Erster frühreifer Weizen in Thüringen und Südniedersachsen ist mit Qualitätsproblemen eingefahren worden. Die Fallzahlen schwanken sehr stark.

Ein großer Teil der Ware ist Futterweizen. Händler in der Region gehen davon aus, dass spätere Standorte je nach Witterung bessere Ergebnisse hervorbringen werden. Die Erträge von den ersten Flächen in Südniedersachsen werden bei 7,5 bis 8,0t/ha gesehen. Die Proteinwerte liegen im gewünschten Bereich.

Im Süden Hessens - in der Wetterau und im Raum Hanau - liegen die Erträge bei Weizen bis zu den Regenfällen am Wochenende zwischen 7,5 bis 9,0t/ha. Die Fallzahlen sind hier in Ordnung. Sie liegen zum Teil über 400 Sekunden, das Gros bei 300. Die Proteine würden allerdings schwach ausfallen. Teilweise sei es schwierig, 13 Prozent bei A-Weizen zu bekommen, erfuhr agrarzeitung.de aus dem Markt.

Die Gerstenerträge in dieser Region werden mit 7,0 bis 9,0t/ha als sehr gut bezeichnet. Die Hektolitergewichte zeigen allerdings unterschiedliche Werte von 58 bis 66 kg.

Die Gerstenernte in Nordhessen zeigt sich sehr ebenfalls heterogen und teilweise auch enttäuschend. Erträge von 4,0 bis 7,0t/ha werden genannt. Auch die Hektolitergewichte streuen sehr stark von 58 bis 63 kg.

Ähnlich heterogen zeigt sich auch der Raps in Nordhessen. Erträge von unter 2,0t bis 4,0t/ha sind bisher eingebracht.

Die Weizenernte hat in Nordhessen noch nicht begonnen. Teilweise ist in frühestens zwei Wochen mit ersten Ergebnissen zu rechnen. Aufgrund des hohen Anteils an Sommerweizen rechnen Marktteilnehmer auch damit, dass die Ernte bis in den September dauern könnte. (dg)
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