Ertragseinbußen in der Altmark erwartet

In wenigen Tagen beginnt die Getreideernte in Sachsen-Anhalt. Regional werden unterschiedliche Ernteergebnisse in Getreide und Raps gesehen. Landwirte in Sachen-Anhalt sehen der Ernte mit Zufriedenheit entgegen.

Vor allem die Niederschläge hätten Ende Mai noch rechtzeitig eingesetzt. Östlich der Elbe, am Nordrand des Harzes und in den Westteilen von Börde und Altmark wird dagegen mit größeren Ertragseinbußen auf Grund von Kahlfrösten und Frühjahrstrockenheit gerechnet. In den südlichen Landkreisen verursacht die stark angestiegene Mäusepopulation großflächig Schäden auf den Feldern.

Im Gespräch mit Landhändlern und Vertretern des Landesbauernverbandes waren die Preisaussichten für die neue Ernte zurückhaltend. Landwirte verweisen auf hohe Produktionskosten, verursacht durch Kraftstoffpreise sowie Dünge- und Pflanzenschutzmittel. Durch die instabile Wetterlage könnten Trocknungskosten auf das Ergebnis drücken.

Bei ihrer Einschätzung für die Preise ex Ernte von Getreide und Raps blieben Landhändler zurückhaltend. Rekordpreise würden keine erwartet. Demnach könnte Brotweizen knapp 200 €/t erreichen und Gerste bei 180 bis 185 €/t liegen.

Bei Winterweizen und Wintergerste werden Erträge im Schnitt von 70 dt/ha erwartet und  bei Roggen 45 dt/ha. Für Winterraps wird nach Einschätzung des Landesbauernverband ein Durchschnittsertrag von 30 bis 35 dt/ha prognostiziert. (da)
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