Erzeuger verkaufen Gerste schnell ab

Große Anteile der neuen Ernte sind bereits vermarktet. Bei Qualität und Ertrag gibt es regionale Ausreißer.

Im westfälischen Raum haben die Erzeuger bereits 90 Prozent und mehr ihrer Gerste verkauft, im Rheinland sind es 60 bis 70 Prozent. Die Wintergerstenernte ist in Nordrhein-Westfalen und auch auf den Höhenlagen der Eifel, des Hunsrücks und des Westerwalds so gut wie abgeschlossen.

Die Erträge waren überwiegend gut, fielen aber in den Mittelgebirgen und in Ostwestfalen mit Werten um die 60 dt/ha unterdurchschnittlich aus. Auch bei den Qualitäten gab es regionale Ausreißer. So wurde im Westerwald die Futtergerste nur mit grenzwertigen Naturalgewichten von um die 60 kg/hl geerntet.

Die früh geernteten Weizenbestände im Rheinland bieten kein homogenes Bild. Die Erträge können mit 80 bis 85 dt/ha zufriedenstellen, und auch die Naturalgewichte sind gut. Es zeichnen sich allerdings etwas niedrigere Proteingehalte als im Vorjahr von rund 12 Prozent ab.

Bei den frühen Sorten sind erste Fallzahl-Probleme aufgetreten. Den Erfassungshändlern bereitet dies kaum Kopfzerbrechen, denn die Preise für Back- und Brotweizen liegen nahe beieinander.

Die Hauptweizenernte steht allerdings auf den tieferen Lagen noch bevor. Auf Höhenlagen braucht der Weizen noch 10 bis 14 Tage bis zur Reife.

Die Rapsernte ist unterdessen auf den Niederungen weit fortgeschritten. Die Erträge im Westen stabilisierten sich zwischen 40 und 45 dt/ha, auf mittleren Lagen und in Ostwestfalen fallen sie etwa 5 dt/ha niedriger aus.

Auch wenn die Rapserträge und Ölgehalte im Westen nicht an die guten Werte des Vorjahres heranreichen, sind die von agrarzeitung.de befragten Landwirte durchweg zufrieden. Die Ernte kommt besser, als im Vorfeld erwartet. Selbst auf den von Auswinterung geschädigten Flächen werden noch Erträge von 35 dt/ha gedroschen.

Die Ölgehalte bewegen sich im Schnitt zwischen 41 und 43 Prozent. Auf den Höhenlagen sind die Rapsbestände noch grün. Die Ernte hat dort noch nicht eingesetzt. (St)
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