Exportqualität im Norden gesucht

Der Weizen ist im Norden und Nordosten Deutschlands zu gut einem Drittel eingebracht. Die Qualitäten sind sehr heterogen. Häufig müssen die jetzt geernteten Partien getrocknet werden.

Die Proteingehalte zeigen je nach Sorte und Abreife eine weite Spanne. „Die Mühlenindustrie im Norden muss sich wohl in diesem Jahr insgesamt auf schwächere Proteinqualitäten einstellen", urteilt ein Marktbeobachter nach den bisherigen Erntemengen.

Eher enttäuschend sind offenbar die Ergebnisse der Weizenernte in Sachsen und Thüringen. Auch aus Vorpommern wird in einigen Regionen von niedrigen Erträgen berichtet.

Höhere Erträge werden dagegen aus Mecklenburg, Ostholstein und
dem Norden Niedersachsens gemeldet. Die guten bis hohen Erträge sind allerdings oft von niedrigeren Proteingehalten begleitet.

Im norddeutschen Erfassungshandel bereiten die tendenziell niedrigeren Eiweißwerte bereits Kopfzerbrechen, denn für den Export sind mindestens 12,5 Prozent Protein erforderlich. Solche Brotweizenpartien sind bereits vorverkauft.

„Alle Ergebnisse in Norddeutschland sind noch nicht repräsentativ, da die Ernte erst beginnt", beruhigt ein Vertreter einer Mecklenburger Genossenschaft im Gespräch mit agrarzeitung.de.

Die Preise bleiben fest. Der Großhandel zahlt heute für Brotweizen 265 € /t franko Hamburg Basis Abrechnung September. Hamburger Händler rechnen auch für die kommenden Wochen mit einem fortgesetzt freundlichen Markt für Weizen, insbesondere wenn er Exportqualität aufweist. (Ps)
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