FAO senkt Daumen für Ernte 2012/13


Die UN-Landwirtschaftsorganisation dämpft ihre Erwartungen für den weltweiten Weizendrusch. Während am Schwarzen Meer die Aussichten schwinden, sieht es in Asien gut aus.

Landwirte weltweit werden im laufenden Wirtschaftsjahr 663 Mio. t Weizen einfahren. Das schätzt die FAO in ihrem am heutigen Donnerstag in Rom vorgelegten Erntebericht. Die Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen nimmt somit eine Abwärtskorrektur um 15 Mio. t gegenüber ihrer vorherigen Prognose von Juli vor.

Die Weizenproduktion in Russland beziffert die FAO mit 40 Mio. t. In Kasachstan und in der Ukraine erwartet die Organisation ebenfalls deutliche Produktionsrückgänge.

Eine überdurchschnittliche Weizenernte sieht die FAO hingegen in den USA. Farmer dort sollen 61,7 Mio. t dreschen, das sind 13,5 Prozent mehr als im Juli geschätzt. Eine Rekordernte von knapp 94 Mio. t fährt Indien ein. Das wären noch einmal 8 Prozent mehr als das ebenfalls rekordverdächtige Vorjahresniveau.

Die globalen Weizenenbestände sieht die FAO gegenüber ihrer Juli-Schätzung um 3 Prozent weiter abschmelzen auf 174 Mio. t. Zu Beginn des Wirtschaftsjahres waren sie noch 19 Mio. t höher. Ursächlich für diesen Rückgang sei der Bestandsabbau in Russland, der Ukraine, Kasachstan, China und den USA.

Das Verhältnis von Beständen zum Verbrauch („stock-to-use-ratio“) nähere sich damit der Marke von 25 Prozent (Vorjahr: 28 Prozent), so die FAO weiter. Es bleibe aber weiterhin über dem kritischen Wert von 21,9 Prozent, der im Wirtschaftsjahr 2007/08 erreicht wurde. (pio)
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