FAO setzt Hoffnungen auf Europas Weizenanbau


Die UN-Landwirtschaftsorganisation rechnet mit einer deutlichen Ausdehnung der EU-Winterweizenfläche 2013. Die alterntige Bilanz fällt aber enger aus als erwartet.

Weltweit werde die Weizenproduktion nach jetziger Einschätzung anziehen, teilte die UN-Landwirtschaftsorganisation FAO in Rom am Donnerstag mit. Mit einer erwarteten Flächenausdehnung für Winterweizen um 4 bis 5 Prozent trage die Europäische Union wesentlich zur globalen Produktionssteigerung bei, heißt es weiter.

Der europäische Dachverband der Getreidehändler Coceral hatte die Weichweizenfläche in der EU-27 zur Ernte 2012 in seiner jüngsten Schätzung mit 22,7 Mio. ha beziffert. Die Winterweizenbestände in der EU befänden sich aktuell in einer guten Verfassung, meldet die FAO weiter.

Die Verfassung der Winterweizenbestände in der Ukraine und Russland bezeichnet die Landwirtschaftsorganisation in Rom als „zufriedenstellend“. Die Bodenfeuchte habe sich etwas verbessert – bis auf die Regionen im Süden Russlands, die im vergangenen Jahr stark von der Sommerdürre betroffen waren. Diese Gebiete in der Nähe der Exporthäfen sind allerdings für die globale Weizenversorgung besonders bedeutend.

Weniger rosig sind nach Einschätzung der FAO die Aussichten für die neue Weizenernte in den USA. Obwohl die Winterweizenfläche dort um etwa 1 Prozent gegenüber Vorjahr ausgedehnt wurde, würden einige wichtige Anbaugebiete von Dürre geplagt.

Für das laufende Wirtschaftsjahr 2012/13 hat die FAO ihre Prognose zu den weltweiten Überhangvorräten zum Ende der Saison am 30. Juni noch einmal um 4,4 Mio. t gegenüber der Dezemberschätzung reduziert auf 158,9 Mio. t. Dazu haben etwas höhere Erwartungen an den globalen Weizenhandel sowie Abwärtskorrekturen bei den Vorräten in der Ukraine, Russland, China, Indien und Syrien beigetragen. (pio)
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