Die Weizenernte soll in Ostdeutschland heute wieder richtig starten. Bisher sind die Fallzahlen noch nicht problematisch. Der Stand der Weizenernte ist in den verschiedenen Regionen Ostdeutschlands sehr unterschiedlich. In Thüringen sind erst maximal 5 Prozent der Weizenfläche gedroschen. Ab heute sollen endlich wieder größere Mengen eingebracht werden können. Bisher haben die Regenfälle die Fallzahlen wohl noch nicht beeinträchtigt. Die Proben zeigen in Thüringen ordentliche Werte um die 300 Sekunden. Die Naturalgewichte bewegen sich allerdings auf eher niedrigem Niveau von 73 bis 74 kg/hl. Dennoch rechnen Händler damit, dass die benötigten Qualitäten kommen werden. „Es ist alles nicht so, dass es Futter werden müsste", sagt eine Händlerin.

In Sachsen-Anhalt schätzen Händler die abgeerntete Weizenmenge auf 20 bis 25 Prozent der Fläche. In diesem Jahr zeigt sich eine starke Korrelation zwischen schwachem Hektolitergewicht und gutem Proteinwert. Im Umkehrschluss kommen Partien mit gutem Hektolitergewicht, aber schwachem Protein. Auch in Brandenburg und Sachsen steht noch einiges an Weizen auf dem Halm. Bis zum Ende der Ernte braucht es in Ostdeutschland wohl noch zehn bis zwölf trockene Tage. (sta)
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