Ernte 2016

Fallzahlschwacher Roggen in Polen

Repräsentativ sind die Aussagen zur Qualität der diesjährigen Ernte noch nicht. Aber es bestätigen sich die sehr großen regionalen Unterschiede, stellt die Wirtschaftskammer für Getreide und Futtermittel in Warschau in dieser Woche fest. Darüber spielt der Erntetermin eine entscheidende Rolle: je später, desto schlechter. Durchweg gut war die Qualität von Weizen und anderen Getreidearten, die zu Beginn der Ernte eingebracht wurde, stellt die Kammer fest.

Besonders unbefriedigend ist jetzt offenbar die Roggenqualität, weil viele Partien schwache Fallzahlen und Hektolitergewichte aufweisen. Auch Weizen enttäuscht mit Werten unterhalb der Norm, berichtet die Kammer. Ziemlich beunruhigt sind Landwirte im Norden des Landes, wo bei anhaltenden Regenfällen der Mähdrusch in dieser Woche immer noch nicht abgeschlossen ist.

Mühlen suchen bessere Qualitäten

Mühlen suchen mittlerweile im Land Getreide mit hohen Qualitätsparametern, insbesondere Roggen. Viele Landwirte mit Lagermöglichkeiten winken jedoch angesichts unattraktiver Preise ab. Die Handelstätigkeit ist ruhig. Die Kammer warnt Landwirte allerdings vor zu hohen Preisphantasien. Bei Brotgetreide könnten die Notierungen steigen. Wer aber nur Futtergetreide im Speicher hat, sollte sich nicht zu viele Hoffnungen auf höhere Preise im Verlauf der Saison machen. Zusätzlicher Druck entsteht auch durch die bevorstehende Maisernte, für die sich bislang eine ordentliche Menge abzeichnet. (db)
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