Feste Stimmung am Weizenmarkt


Das Rätselraten um den Umfang der Getreidevorräte im Kassamarkt hält an. Die Börsen zeigen sich von ihrer freundlichen Seite.

Die Mahlweizen-Futures an der Matif in Paris für den Termin Januar 2013 notieren heute Mittag gegen 12.30 Uhr mit einem kleinen Plus von 0,25 €/t bei 276,25 €/t. Der Frontmonat für Rapssaat in Paris liegt mit 1,5 €/t im Plus bei 484,75 €/t. An der Börse in Chicago liegen Weizen, Mais, Sojabohnen-, -schrot und –öl ebenfalls im grünen Bereich. Alle Finanzmärkte profitieren heute von der Hoffnung auf eine Einigung über den Haushaltsstreit in den USA. Ein Teil der freundlichen Stimmung an den Agrarbörsen, vor allem in Chicago, ist sicher auch darauf zurückzuführen.

Am süddeutschen Kassamarkt berichten Händler von einer eher ruhigen Geschäftstätigkeit am heutigen Donnerstag. Mühlen hätten sich dort nach stetigem Geschäft in der Vorwoche zurückgezogen, heißt es aus dem Handel. Davon abgesehen sei es schwierig, Ware zu bekommen - „vor allem im Brotweizen-Bereich“, beschreibt ein Großhändler die Situation im Gespräch mit agrarzeitung.de. B-Weizen, franko süddeutsche Stationen, wird heute preislich in einer Spanne von 277 bis 283 €/t je nach Region für den Termin Januar bis März angegeben.

Bayerische Marktteilnehmer berichten überdies, dass aus Italien „immer wieder“ Anfragen für B-Weizen und E-Weizen eingingen. Einzelne Händler fürchten aber Logistik-Engpässe für Lieferungen Richtung Italien im Zeitraum Januar bis März 2013, da für diesen Termin bereits recht viele Kontrakte geschlossen worden seien.

Sowohl Marktteilnehmer im Süden als auch im Norden und Nordosten fragen sich, wie viel Weizen tatsächlich noch verfügbar sei. Der Markt sei „relativ knapp versorgt“, lautet die Einschätzung. Mühlen sind nach Einschätzung von Marktteilnehmern aus dem Norden und Nordosten „short“ ab März, Mischer ab Januar.

Für B-Weizen, franko Hamburg, Basis Januar mit Weiterlagerung, zahlen Exporteure heute 286 €/t. (pio)
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